Das Wort Glaube stammt aus dem Lateinischen und hat zwei Bedeutungen: Als erstes bedeutet es „ich glaube“ und als zweites „nicht wissen“. Das bedeutet, dass der Glaube ein Vehikel ist, welches dem Menschen helfen kann, neue Dinge an sich heranzulassen und mit dem Glauben zu beginnen ein neues Tor zu öffnen. Je mehr der Mensch sich mit dem neuen Thema auseinandersetzt, und es ihm einleuchtend erscheint, um so mehr beginnt der Mensch zu glauben. Der Weg darf damit enden, dass er Gewissheit erlangt, dass das was er glaubt, ein fester Bestandteil seines Lebens geworden ist. Jetzt braucht der Mensch nicht mehr zu glauben, da er jetzt weiß.
Der Glaube hat eine viel größere Bedeutung und Auswirkung auf unser Leben, als man landläufig meint. Die Glaubensbasis des Menschen bestimmt darüber, wie er denkt und was er sich vorstellen kann. Ebenfalls beeinflusst der Glaube jede einzelne Zelle bis hin zur DNS im Organismus des Menschen. Aus der Sicht ist es natürlich wesentlich, selber zu wissen, an was ich glaube. Man könnte auch sagen, dass der persönliche Glaube den Horizont des Menschen bildet und ihn von der wahren Wirklichkeit abschneidet. Wenn die Glaubenssätze des Menschen auf Begrenzung basieren, wird der Mensch in seinem Leben immer wieder an Grenzen stoßen, die er scheinbar nicht überwinden kann. Wer zum Beispiel daran glaubt, dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt, wird sich täglich daran messen. „Alt und krank“ wäre ein weiteres Beispiel, was bedeutet, dass der Mensch, wenn er älter wird, automatisch krank werden muss. Wer daran glaubt, dass das Leben oder Partnerschaft mit Leid, Schmerz oder Frust verbunden ist, wird es sein Leben lang erleben.
Wenn man davon ausgeht, dass alle Religionen und ihre Gottesbilder menschengemacht sind, kann man sich fragen, ob das schon alles war, oder sich vorstellen und anfangen kann zu glauben, dass es über diesem begrenzten Gottesbildern eine Urquelle allen Seins gibt, aus der die gesamte Schöpfung und damit auch der Mensch hervorgegangen sind? Wer daran glaubt, dass er mit der Urquelle allen Seins verbunden ist und so der Geist und die Seele des Menschen nicht verloren gehen kann, braucht keine Religionen, die ihm den Weg weisen. Der Mensch kann aufhören zu suchen, da er weiß, wo er hingehört. Er kann wieder anfangen an sich selber zu glauben und aus der Warte ein verantwortungsbewusstes Leben führen. Ebenfalls weiß er dann, dass die Urquelle mit dem Quantenfeld vergleichbar ist und damit hat der Mensch alle Möglichkeiten, alles, was er will zu erschaffen und zu verwirklichen. Er hat damit die Rückverbindung zur Quelle, was Religion in seiner ursprünglichen Bedeutung aussagt.
An der Stelle könnte der Mensch beginnen, neue Glaubenssätze zu formulieren und anzufangen daran zu glauben, damit sie im Laufe des Lebens Wahrheit werden können. „ICH BIN reich und lebe, anstelle zu arbeiten. ICH benutze 15 % meiner Gehirnkapazität und nicht 3 % wie der Durchschnittsmensch. ICH werde 130 Jahre alt bei bester Gesundheit. ICH lebe meine Berufung und meine Bestimmung. Partnerschaft ist erfüllend, voller Liebe und Glück. ICH freue mich am Glück und Erfolg anderer. Freiheit, Freude und Frieden bestimmen meinen Alltag.“
Wer auf diese Art und Weise sein Leben betrachtet und lebt, befindet sich bereits auf dem Weg des heilenden Glaubens, denn sein denken, fühlen, reden und handeln wirken heilend auf den Geist, die Psyche und den physischen Köper und formen so eine engelhafte Persönlichkeit.
Der Weg führt über das Wissen, das vor allem unserem Kopf und dem Gehirn gut tut, da sie das Leben nur schwer begreifen können. So hat der Mensch eine Chance in sein Herz zu gelangen, dem Ort der Wahrheit und der Weisheit. Hier aus der 5. Herzkammer spricht die innere Stimme zum Menschen, das Christusbewusstsein. Wenn der Mensch sich das vorstellen kann und anfängt daran zu glauben, wird sein Leben sich ändern und er wird andere Prioritäten in seinem Leben setzen und verfolgen. So werden in Folge neue Situationen, Personen und Herausforderungen auf den Menschen zukommen und er sollte es wagen darauf einzusteigen. Durch die Reflektion dieser neuen Erlebnisse, in einer ruhigen Minute, im Schweigen, kann der Wille zum Wollen weiter wachsen. Damit meine ich, dass der Kampfgeist im Menschen erwacht und er bewusster „ja“ zu seinem Menschsein sagt und sich auch als Teil des Ganzen sehen und fühlen kann. Auf diese Art fällt auch die Illusion der Trennung weg und löst sich auf. Der Mensch ist innerhalb und nicht außerhalb des Geschehens, das sich Leben nennt. Dazu zählt auch die Tatsache, dass jeder Mensch 14 Schutzengel hat, die den Menschen von der Geburt bis zum Tode und darüber hinaus begleiten.
Heilender Glaube bedeutet auch, sich vorstellen zu können und zu wollen und anfangen daran zu glauben, dass in Zukunft, wenn die Menschheit sich in die 5. Dimension hineinentwickelt, es keine Krankheiten, als Hilfestellung für die Evolution, mehr geben muss.
Die wichtigste Entwicklung auf diesem Weg ist die Entdeckung und Anerkennung des Ichs des Menschen. Man kann das Ich auch als das Ego des Menschen bezeichnen. Dieses Ego wird bis heute, auch in der Psychotherapie dafür verantwortlich gemacht, dass der Mensch sich nicht weiterentwickelt oder krank wird. Das Ego kann für all das nichts, denn es ist die Seele, der Seelenschatten, der sich nicht verändern will und nach Lustgewinn strebt. Alle Untugenden wie Eifersucht, Neid, Gier und Hass beispielsweise gehören zum Spektrum der Seele. Das Ego, Ich oder es wird auch noch das niedere Selbst genannt, hat nur ein Ziel, den Menschen in die Evolution zu führen. Mit anderen Worten gibt es sein Bestes, um die Seele in Schwung zu bringen, damit sie aufsteigen kann und sich irgendwann mit dem Geist wieder vereint. Erst wenn der Mensch sich dessen bewusst wird und ja zum Ego sagt, hat er die Möglichkeit vom Ich zum Selbst zu gelangen. Je mehr der Mensch sich dann zu seinem Selbst entwickelt, um so näher kommt er seinem wahren Wesen und weiß immer genauer, was der Sinn in seinem Alltag, in seinem Leben ist und kann diesem Pfad dann auch leichter folgen. So lässt der Mensch sich immer mehr von seinem „Höheren“ führen, was man auch das Hohe Selbst nennt. So gelangt der Mensch zu der neuen Wahrheit: „Das was das Selbst will, wird wahr.“
Die körperliche Gestalt des Menschen ist die körperliche Materialisation der eigenen Gedanken, Gefühle und der eigenen Interpretation, besser gesagt der Bewertung, des Menschen. So kann man sagen, dass das innere Selbst den physischen Körper formt, indem es auf magische Weise Gedanken und Empfindungen in die körperliche Entsprechung übersetzt. Das bedeutet, jeder Mensch gestaltet selber sein Erscheinungsbild. Die Verfassung des Körpers reflektiert in jedem Augenblick den subjektiven Zustand des Menschen auf die vollkommenste Weise. So erzeugt der Mensch, wenn er zum Beispiel denkt, mein Körper ist hässlich, genau diese elektromagnetische Realität und festigt so diese In-form-ation, die dann der physische Körper zeigt. Sollte als weiteres Beispiel, ein Organ im Körper krank sein, dann wäre es eine wunderbare Möglichkeit, sich dieses Organ gesund vorzustellen, dass es wieder in der rechten Form ist und sofort würden alle Schwingungen und Frequenzen im Menschen beginnen, das Organ wieder in eine gesunde Ordnung zu bringen. Die Intensität bestimmt sowohl die Stärke als auch die Dauer des physischen Bildes, indem sich die Gedanken und Empfindungen materialisieren. Wobei die Dauer einer Form eine Illusion ist, da sich alles ständig wandelt. Der Mensch, mit all seinen Möglichkeiten, ist ein wunderbarer Baumeister. Je besser der Mensch von sich und seiner Welt denken, fühlen, sprechen und handeln kann, um so schöner wird sein Leben. Er braucht nur seinen freien Willen benutzen, denn durch neue Gedanken, Gefühle, Empfindungen und Vorstellungen, werden die Zellen und die DNS-Struktur verändert. Dies führt dann zu einem veränderten Körper und zu einer veränderten Umwelt. Der letzte Schritt auf dieser Veränderungsreise wäre dann, die Fähigkeit zu entwickeln, die eigene Schöpfung als reiche Schöpfung zu betrachten und anzuerkennen.
Der Glaube ist ein Wort, was der Mensch in sich trägt, unerschütterlich und nicht zu kontrollieren. Das was der Mensch glaubt, wird wahr. Der Mensch braucht einen neuen Glauben, den Glauben an das Göttliche in ihm selbst. In jedem Menschen wirkt ein göttlicher Kern und es gibt viele Wege wieder mit dem eigenen göttlichen Wesen in Kontakt, in Kommunikation zu treten. Ob es die innere Stimme, die Intuition, die Inspiration oder Träume sind, die Möglichkeiten begleiten den Menschen durch seinen Alltag. Es gilt nur wieder zu lernen zuzuhören, zu lauschen und Gehorsam sich selber gegenüber zu werden. Damit meine ich, bevor der Mensch an alte Überlieferungen und Prophezeiungen, die Glaubenssätze der Eltern, Großeltern, der Schule, des Staates oder der Kirche glaubt, sollte der Mensch an sich glauben. An das Göttliche, die Weisheit und die Kraft, die in ihm wohnt. Der Mensch sollte der wichtigste Mensch in seinem Leben sein und ist damit auch für sein Glück, seine Freude und seine Zufriedenheit verantwortlich. Sollte der Mensch nicht der wichtigste Mensch in seinem Leben sein, dann befindet er sich bereits auf der Verliererstraße des Lebens. Wenn ein anderer Mensch, der wichtigste Mensch in seinem Leben ist, dann ist er unweigerlich von ihm und seinen „Zuständen“ abhängig und nicht mehr frei sich selbst zu sein.
Ziel könnte die Bewusstseinsentwicklung des Menschen sein, um sein inneres und sein äußeres Paradies auf Erden zu erschaffen, indem er seiner Bestimmung oder Berufung folgt. Der Weg der Wahrheit begeistert den Menschen über sich selbst hinauszuwachsen. Der heilende Glaube beginnt zu wirken, wenn der Mensch anfängt an sich und sein ICH BIN zu glauben. Diese geistige Schwingung wird sich früher oder später in seiner physischen Form offenbaren. Durch die Anerkennung „ich bin in allem“, kann der Mensch auch alles verändern.